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Swing

Mit Swing wird eine ganze Familie von Tänzen bezeichnet, die ungefähr ab 1930 in den USA bekannt geworden sind.

Geschichte

Swing ist zunächst die Bezeichnung für einen Rhythmus, welcher sich aus schwarzen Afro-Rhyhtms (Yoruba und Bantu, welche die aus Afrika importierten Sklaven in die USA brachten) und weisser Marschmusik (welche die europäischen Einwanderer in die USA brachten) bildete und in allen älteren Formen der Jazzmusik vorherrschend ist. Der Tanz entstand in den 1920er Jahren in den großen Ballsälen New Yorks zur Musik der Big Bands, die die Jazzmusik zur orchestralen Swingmusik weiterentwickelten.

Die Energie des Tanzes, die jazztypische Improvisation und die Offenheit für andere musikalische und tänzerische Einflüsse hat zu einem weiten Spektrum an typischen Bewegungselementen geführt, das sich bis heute weiter entwickelt und erweitert.

Die ursprüngliche Variante des Tanzes stammt aus dem Tanztempel Hotel Savoy in Harlem (New York) und wurde als Lindy Hop oder Savoy-Style Swing bezeichnet. Bei der weiteren Verbreitung wurden Einflüsse anderer Tänze wie Shag aufgenommen.

Die bekannteste Variante ist der Hollywood-Style Swing. Letzterer wird auch 'Dean Collins Style' genannt, benannt nach seinem hauptsächlichen Vertreter. Er entstand Ende der 40er, Anfang der 50er Jahre. Der Hollywood- Style war das weiße Pendant zum 'schwarzen' Savoy- Style und wurde so benannt, weil er hauptsächlich für die Filmindustrie in Hollywood getanzt wurde. Dabei kam es darauf an, möglichst viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, d.h. es wurden vermehrt Show- Elemente eingesetzt, der Tanz wurde viel extrovertierter und verlor viel von seinem ursprünglichen Charakter.

Als die populäre Musik von Swing zu R & B und den Anfängen des Rock 'n' Roll weiter ging und in den USA die Anfänge einer medial gestützten Pop-Kultur entstanden, entdeckten zunehmend mehr Teenager den Tanz und adaptierten ihn an die neuen Musikstile. Dabei war der Hollywood Style wohl das wichtigere Vorbild für den erst später entstandenen Boogie-Woogie, welcher wiederum von amerikanischen Soldaten nach Europa gebracht wurde.

Dieser Form gaben vor allem die Medien und die weiße Bevölkerung die gängige Bezeichnung "Jitterbug" (jittery=nervös). Die GIs brachten den Tanz im und nach dem 2. Weltkrieg nach Europa. Hier entwickelte sich daraus, unter Einfluss des etwas unterschiedlichen Sounds der europäischen Tanzbands und der tänzerischen Fertigkeiten der europäischen Mädchen der Boogie-Woogie. Es handelt sich um neuere Variationen der Swingtänze. Mit Rock 'n' Roll, Disko-Kultur und dem Niedergang der Big-Bands wurde der Swing zunehmend weniger getanzt. Reste hielten sich im East- und West Coast Swing in den USA, im LeRock in Frankreich und Großbritannien. Im Jive, einen der fünf Lateinamerikanische Tänze, wurden einige der Grundelemente des Swing für den europäischen Turniertanz normiert.

Seit etwa 1985 gibt es (in einer erstaunlichen Parallele zum argentinischen Tango und kubanischem Salsa) ein Lindy Hop-Revival, welches in Europa von Schweden ausgeht. Dort wird auch einer der alljährlichen internationalen Swing-Höhepunkte, ein 4-wöchiger Swing-Workshop in Herräng, veranstaltet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Swing_%28Tanz%29

Demo: https://www.youtube.com/watch?v=uUGsLoZYXb4

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