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Das ist schnell erklärt!
Weil wir gerne

Tanzen!
Wissenschaftliches zum Tanz
Tanzen ist nicht nur ein sinnliches Vergnügen – es fördert auch die Gesundheit
Tanzen verbessert die physische und psychische Fitness. Inzwischen wird Tanzen auch therapeutisch eingesetzt, zum Beispiel bei Depressionen.
Beim Tanz regen sich die wintersteifen Glieder, die Laune hebt sich und macht die tristen Tage des Winters vergessen.
Tanzen ist eines der weltweit verbreitetsten Hobbys. Denn tanzen kann jeder, ob allein oder zu zweit, im einsamen Fischerdorf oder in der Grossstadt. Tanz ist eine der ursprünglichsten Lebensäusserungen des Menschen. Schon in der Urgesellschaft bewegte man sich zu einfachen Rhythmen. Damals zumeist als religiöser Akt ritualisiert, um zum Beispiel Dämonen abzuwehren oder Götter gnädig zu stimmen, wird heute vor allem aus Lust an der Bewegung getanzt.
Beschwingte Seele
Bewegung macht nicht nur Spass, sondern erhält auch Körper und Geist gesund und kann sogar als Therapie eingesetzt werden. Schon Aurelius Augustinus, Bischof im frühen Mittelalter, wusste um die Vorteile des Tanzes: «Ich lobe den Tanz, der alles fordert und fördert, Gesundheit und klaren Geist und eine beschwingte Seele . . .» Die Wahrheit dieser Worte ist heute, 1600 Jahre später, wissenschaftlich untermauert: So konnten kanadische Forscher nachweisen, dass leichter Tanz bei Rheumapatienten die physische und psychische Fitness verbessert, die Gelenke länger beweglich hält und Schmerzen lindert.
Ältere Patienten können das Risiko für Demenzerkrankungen deutlich vermindern, wie eine US-Studie zeigte. Auch Patienten mit Rückenleiden oder bestimmten neurologischen Erkrankungen profitieren nachweislich von der rhythmischen Bewegung. Denn Tanz verbessert die Koordination. Bewegungen werden mit etwas Übung leichter, fliessender und gleichmässiger ausgeführt.
Auch Gleichgewichtsprobleme nehmen ab. Durch die Bewegung verbessert sich der Blutfluss ins Gehirn, es wird vermehrt mit Sauerstoff versorgt und kann besser denken. Die komplexen Schritte und Armbewegungen aktivieren beide Gehirnhälften und setzen Kreativität frei. Das Herz-Kreislauf-System und damit die Ausdauer werden sanft gestärkt.
Während der Körper schwitzt, kommt auch die Psyche in Bewegung. Der Tänzer verbessert spielerisch seine Selbstwahrnehmung und Selbsteinschätzung. Über die Bewegung stellt er den Kontakt zu seinem Körper her und findet damit besseren Zugang zu sich selbst. Der Tanzende denkt seine Probleme und Gefühle nicht nur, sondern kann sie ganz unmittelbar und ungefiltert vermitteln. Er erlebt Körper und Geist als einheitliches Ganzes, ihre Trennung im Alltagsleben scheint dadurch aufgehoben.
Wie auch immer Sie der «Poesie des Fusses», wie es der englische Dichter John Dryden nannte, huldigen, ob allein im Wohnzimmer oder beim Frühlingstanz mit dem Liebsten, Ihr Körper und Geist werden es Ihnen danken.
von Uta Müller
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